Porsche 944 Turbo S

944 Turbo - Cup
944 Turbo - Cup

In diesem Beitrag möchte wir Euch einen Porsche

944 Turbo S vorstellen. Das Fahrzeug wurde 1988 direkt aus dem 944 Turbo Cup als Sondermodell in limitierter Auflage abgeleitet und auf den Markt gebracht.

 

Bildquelle: Ausschnitt Poster Porsche AG

Das noch fehlende Bild "unten" wird kurzfristig eingefügt.

Das abgebildete Fahrzeug auf der linken Seite wurde von Ralf Z. aus dem Raum Emmendingen als Unfallfahrzeug gekauft. Bei einem Auffahrunfall des Vorbesitzers wurden die Klappscheinwerfer inkl. deren Halterungen, der Ladeluftkühler, die Motorhaube und die Windschutzscheibe beschädigt. Ein Rahmenschaden lag jedoch nicht vor. Die Instandsetzung läuft zur Zeit und bei dieser Gelegenheit werden natürlich Verschleißteile wie Bremsen, Motor- und Fahrwerksteile erneuert. Durch zusätzliche Überarbeitungen an der Innenausstattung und einer Komplettlackierung in der Originalfarbe "Silberrosametallic" soll dem Porsche wieder der "Glanz aus vergangenen Tagen" verliehen werden.

 

Die Bildergalerie zu den einzelnen Instandhaltungs- und Überarbeitungsarbeiten werden wir dem aktuellen Stand entsprechend Schritt für Schritt ergänzen.

Die Bremsanlage:

Die technischen Daten zum Fahrzeug:


Baujahr: 1988                                           

Motor: 4 Zylinder

Leistung: 250 PS bei 6000 / min                                         

Hubraum:2479ccm

Gebaute Stückzahlen: 1.635 Stück

                                    - ca. 1000 Stück in Silberrosametallic

                                     - ca.   635 Stück in verschiedenen Farben

Neupreis zu diesem Fahrzeug war: 99.800 DM ( inkl. Sonderausstattungen )


Hier noch weitere Details zur Ausstattung dieser Sonderserie:

 

Motor: - wassergekühlter ohc-Reihenmotor Typ: M44/52

            - 5 - fach gelagerte Kurbelwelle

            - elektrische Einspritzung Bosch Motronic

            - Bohrung x Hub = 100 x 78,9mm

            - Drehmoment = 349Nm bei 4000 / min

            - Verdichtung = 8,0 : 1

 

Kraftübertragung: - Hinterradantrieb

                               - Differenzialsperre

                               - Fünfganggetriebe 016R

 

Fahrwerk: - Sportfahrwerk M030 ( Gewindefahrwerk )

                  - Einzelradaufhängung an Mc-Pherson-Federbeinen

                  - Stabilisatoren vorn- und hinten

                  - Schräglenker und querliegende Drehstabfedern

 

Bremsen: - innenbelüftete Scheibenbremsen rundum

                 - ABS

Radstand: - 2400mm

Spur: - 1477mm ( vorne ), 1442 mm ( hinten )

 

Fahrzeugmaße - L x B - H: - 4230mm x 1735mm x 1275mm

 

Reifen: 225/50 ZR 16 ( vorne ), 245/45 ZR 16 ( hinten )

 

Leergewicht: 1350 Kg

 

Höchstgeschwindigkeit: - 260 Km/h


Beschleunigung 0 - 100 Km/h: - 5,9 sec.

 

Verbrauch: - 14,5 L - Super / 100 Km

 

Tankinhalt: - 80 L

 

Bauzeit: 1987 bis 1988

Zur Geschichte des 944 Turbo . . .

 

Der 944 Turbo ( Typ: 951 ) wurde 1985 auf dem Genfer Salon vorgestellt. In dieser Erstversion standen bereits 220 PS bei 5800/min zur Verfügung, mit einer Höchstgeschindigkeit von 245 Km/h und Beschleunigungswerten von 6,3 sec. von 0 auf 100 Km/h.

Als Erster im Modellprogramm von Porsche wurde die Motorleistung durch einen Katalysator nicht beeinträchtigt. Mit einem Kaufpreis von 72,500 D-Mark war er damals teurer als ein 911 Carrera 3,2. Im 1986 ausgeschriebenen Porsche Turbo-Cup gingen vorerst noch regional in Deutschland und für einen Aufpreis von 6.400 Mark ausschließlich 944er Turbos mit Katalysator an den Start. Im Aufpreis enthalten waren: ein Recaro-Rennsitz, ein Überrollkäfig der Fa. Matter, eine GFK - Motorhaube, ein Feuerlöscher, sowie diverse Änderungen am Fahrwerk.

 

1987 zur neuen Saison wurde dann nachgelegt. Mittels größerem Turbolader und einem höherem Ladedruck wurde die Leistung des 2,5-Liter-Turbo-Motor auf 250 PS bei 6000 U/min gesteigert. Das maximale Drehmoment von 350 Nm stand jetzt bereits bei 4000 U/min bereit, die Beschleunigungswerte verbesserten sich ab sofort auf 5,9 sec. von 0 auf 100 Km/h. Die Turbo-Cup-Saison 87, ging nun mit Veranstaltungen auf dem Salzburgring, Brünn/CSSR, Jarama/Sanien, Spa/ Belgien und Monza/ Italien weit über regionale Grenzen hinaus.

 

Meisterschaften:

1986:
  1. Joachim Winkelhock
  2. Jörg van Ommen
  3. Harald Grohs


 
1987:
  1. Roland Asch
  2. Peter Oberndorfer
  3. Bengt Trägardh


 
1988:
  1. Roland Asch
  2. Georg Pacher
  3. Rüdiger Schmitt


 
1989:
  1. Roland Asch
  2. Jörg van Ommen
  3. Andy Bovensiepen

 

 

 

Ab 1988 war es dann soweit, aus der Cup-Version wurde in begrenzter Stückzahl der 944 Turbo S als Serienfahrzeug ( Straßenversion ) abgeleitet. Ein Gewinde-Sportfahrwerk, eine Hinterachssperre, die Sonderlackierung "Silberrosametallic" sowie die Innenausstattung in "Multicolor Weinrot" gehörten nur in diesem Modelljahr zur Serienausstattung.

In den folgenden Modelljahren wurde dann zwar an der Motorversion mit 250 PS festgehalten, jedoch mussten Beispielsweise das Sportfahrwerk oder die Hinterachssperre als Sonderzubehör bestellt und extra bezaht werden. Die Bezeichnung 944 Turbo S gilt somit genaugenommen nur für die 1988er Versionen, die Bezeichnung Turbo S wird aber oft auch für die Modellreihen ab der Leistungssteigerung ( 1988 bis 1991 ) verwendet.

 

Auch heute noch sind 944er Turbos in einigen historischen Rennserien ernstzunehmende Gegner. Teilweise mit Leistungssteigerungen von bis zu weit über 400 PS. Motorschäden gehören auch trotz hoher Kilometerleistungen eher zur Ausnahme.